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Sekundärdaten im PCF: Wie hochwertige Materialdatenbanken die Datenlücke schließen

04 August 2024
Die richtigen CO₂-Daten für Materialien wie Metalle, Polymere und Verbundstoffe – entscheidend für belastbare Emissionsanalysen.
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Product Carbon Footprint berechnen: Die Rolle von Sekundärdaten und CO₂-Materialdatenbanken

Die Berechnung von Product Carbon Footprints (PCF) und vorgelagerten Emissionen erfordert präzise und aktuelle CO₂-Daten. Da Primärdaten entlang komplexer Lieferketten häufig fehlen oder schwer zugänglich sind, ist der Einsatz von Sekundärdaten unvermeidlich. Um dennoch verlässliche Ergebnisse mit möglichst geringer Fehlerquote zu erzielen, ist die Qualität dieser Daten entscheidend.

Eine leistungsstarke CO₂e-Materialdatenbank hilft dabei, fehlende Daten zu ergänzen und vollständige PCF-Berechnungen zu ermöglichen. Sie sollte umfassend, dynamisch und stets aktuell sein sowie auf fundiertem Branchen-Know-how basieren und kontinuierlich durch neue Berechnungen erweitert werden.

Der Zugang zu zuverlässigen Emissionsdaten für Materialien ist somit eine zentrale Voraussetzung für präzise Product Carbon Footprints und ein belastbares Carbon Accounting entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Primär- und Sekundärdaten

Primärdaten – also Daten, die direkt von den Emissionsquellen selbst stammen (z. B. von Lieferanten, Logistikunternehmen usw.) – gelten als die genauesten und authentischsten Informationen und weisen daher die höchste Datenqualität auf. In der Praxis ist es jedoch oft schwierig und zeitaufwendig, Emissionsdaten von Lieferanten zu erhalten. Gründe dafür sind komplexe Lieferketten und mangelnde Transparenz.

An dieser Stelle kommen Sekundärdaten, auch „Referenzdaten“ genannt, ins Spiel. Sie schließen die Lücken fehlender Primärdaten, indem sie Informationen aus unterschiedlichen Quellen bündeln – etwa aus wissenschaftlichen Studien, öffentlichen und offiziellen Statistiken, Unternehmenswebsites oder bestehenden LCI-Datenbanken (Ciroth et al., 2019).

Die Herausforderung bei Sekundärdaten besteht darin, dass CO₂-Werte für bestimmte Materialien oder Prozesse häufig unvollständig oder gar nicht vorhanden sind. Zudem sind viele Datenbanken veraltet und spiegeln aktuelle Entwicklungen nicht ausreichend wider. Gerade Energiemixe von Ländern verändern sich jedoch schnell – getrieben durch technologische, wirtschaftliche und geopolitische Faktoren, wie die jüngste Energiekrise und massive Investitionen in erneuerbare Energien zeigen.

Veraltete CO₂-Daten kosten Genauigkeit – so lösen dynamische Datenbanken das Problem

Im Gegensatz zu einer statischen Datenbank – die einmal erstellt wird und unverändert bleibt – wird eine dynamische Datenbank regelmäßig aktualisiert. Das bedeutet, dass sich ihre Inhalte kontinuierlich weiterentwickeln, sobald neue und präzisere Informationen verfügbar sind. Eine dynamische Materialdatenbank liefert hochwertige Sekundärdaten zu CO₂-Äquivalenten (CO₂e), die bei der Herstellung von Metalllegierungen, Polymeren und Verbundstoffen entstehen. Idealerweise enthält sie Emissionswerte für die in der Industrie am häufigsten verwendeten Materialzusammensetzungen.

In der dynamischen sustamize Materialdatenbank, die Teil des umfassenden Product Footprint Engine (PFE) ist, basieren die CO₂-Werte sowohl auf eigenen, von Expert:innen durchgeführten Berechnungen mit einer effizienten Bottom-up-Methode als auch auf veröffentlichten Life Cycle Assessments (LCA) und weiteren verlässlichen Quellen. Zusätzlich werden Modellierung und Berechnung der Referenzdaten durch eine unabhängige Drittpartei validiert, um eine besonders hohe Datenqualität sicherzustellen.

Durch ihren dynamischen Ansatz werden die Daten regelmäßig aktualisiert und berücksichtigen dabei Material- und Prozessinnovationen, technologische Entwicklungen, Effizienzsteigerungen sowie neue Berechnungsmethoden. Darüber hinaus bietet die Datenbank eine breite Abdeckung geografischer Regionen und Produktionsprozesse. Das ermöglicht sowohl einfache als auch komplexe Szenarioanalysen und schafft mehr Flexibilität sowie tiefere Einblicke in CO₂e-Optimierungspotenziale.

Ziel einer umfassenden Materialdatenbank ist es, CO₂e-Werte entlang der einzelnen Produktionsschritte gängiger Materialien – wie Metalllegierungen, Polymere und weiterer Werkstoffe – bereitzustellen, die in nahezu allen Industrien zur Herstellung von Endprodukten eingesetzt werden. Die Datenbank deckt alle typischen Materialgruppen ab und umfasst Datensätze aus 124 Ländern.

CO₂-Emissionen von Metallen berechnen: Daten, Methoden und Best Practices
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Fehlende CO₂-Daten? So schließen umfangreiche Materialdatenbanken die entscheidende Lücke

Ausreichend hochwertige Sekundärdaten zu CO₂-Äquivalenten (CO₂e) von Materialien sind unerlässlich, um fehlende Primärdaten zu ergänzen und verlässliche Life Cycle Assessments (LCA) sowie belastbare Product Carbon Footprints (PCF) zu ermöglichen. Aus diesem Grund hat sustamize eine eigene, berechnete und modellierte Referenzdatenbank entwickelt – die Product Footprint Engine (PFE). Der große Umfang und die hohe Detailtiefe der dynamischen Datenbank werden durch regelmäßige, von Expert:innen durchgeführte Updates sowie kontinuierliche Datensatz-Erweiterungen sichergestellt. Dabei fließen fundiertes Branchen-Know-how, künstliche Intelligenz und eine einzigartige Berechnungsmethodik ein. Darüber hinaus wurde die PFE von GUTcert gemäß den Anforderungen der ISO 14064-3:2019-04 verifiziert. Damit wird die Eignung und Plausibilität der zugrunde liegenden Berechnungsmethodik offiziell bestätigt.

Einfacher und flexibler Zugriff auf CO₂-Daten

Die umfangreichen CO₂-Daten der Product Footprint Engine (PFE) lassen sich flexibel und unkompliziert in Ihre bestehenden Prozesse integrieren. Je nach Bedarf stehen Ihnen verschiedene Zugangswege zur Verfügung:

  1. Direkter Zugriff über den sustamizer®: Nutzen Sie die Product Footprint Engine direkt und greifen Sie in Echtzeit auf detaillierte CO₂-Daten für Materialien und Prozesse zu
  2. Nutzung über Drittanbieter-Software: Integrieren Sie unsere dynamischen CO₂-Daten nahtlos in bestehende Softwarelösungen. So profitieren Sie von erweiterten Funktionen innerhalb Ihrer gewohnten Tools.
  3. API-Integration in Ihre Systeme: Binden Sie die Datenbank direkt in Ihre eigene Software oder Ihr Controlling ein. Über die API stellen Sie CO₂-Daten effizient Ihren Kunden oder internen Anwendungen zur Verfügung.

Erfahren Sie mehr über die Product Footprint Engine, die Inhalte der Materialdatenbank und Ihre individuellen Zugriffsmöglichkeiten – wir beraten Sie gerne.

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Nicolas Carl